Lexikon
Vliestapete
Vliestapete ist eine Wandbekleidung aus Vliesfasern, die ohne Quellen geklebt wird und sich mehrfach überstreichen lässt.

Vliestapete ist eine Wandbekleidung aus Vliesfasern, die direkt an die Wand geklebt wird und nicht quillt. Sie lässt sich nach Herstellerangaben mehrfach überstreichen. Raufaser, Präge- und Vliestapeten lassen sich bis zu dreimal überstreichen (Berliner Mieterverein, Stand 2014, Rechtsstand prüfen). Vliestapete eignet sich für Mietwohnungen, weil sie sich ohne Schäden an der Wand entfernen oder neu gestalten lässt.
Vliestapete besteht aus einem Vlies aus Zellulose oder Kunstfasern, das mit einem Trägermaterial verbunden ist. Sie wird direkt auf die Wand geklebt, ohne vorher eingeweicht zu werden. Das Vlies bleibt beim Abziehen stabil und reißt nicht so leicht wie einfache Papiertapete.
Vliestapeten tragen oft ein Muster, das vor dem Streichen gedruckt wird. Die Oberfläche lässt sich mit Farbe überstreichen, wenn der Untergrund es erlaubt. Beim Einkauf achten Sie auf die Angaben zu Überstreichbarkeit und Abziehbarkeit.
Wodurch unterscheidet sich Vliestapete von Raufaser?
Raufasertapete besteht aus Papierfasern, die auf die Wand gepresst werden und eine strukturierte Oberfläche bilden. Vliestapete setzt auf ein Vlies, das glatter ist und sich stabiler verhält. Beide lassen sich überstreichen, aber Raufaser verlangt meist mehr Farbe.
Eine Papiertapete wird vor dem Kleben eingeweicht und quillt dabei auf. Vliestapete kommt ohne Einweichen aus und hält die Feuchtigkeit des Klebers besser aus. Die Verarbeitung ist dadurch einfacher, besonders bei größeren Flächen.
Welches Beispiel zeigt Vliestapete?
Der Berliner Mieterverein nennt Raufaser-, Präge- und Vliestapeten als Beispiele für Tapeten, die bis zu dreimal überstrichen werden können (Berliner Mieterverein, Stand 2014, Rechtsstand prüfen). Die Angabe stammt aus einem Ratgeber von 2014, daher prüfen Sie den aktuellen Stand vor einer Entscheidung.
Ein Wohnzimmer mit einer Vliestapete an der Sichtwand zeigt die Praxis. Vor dem Streichen prüfen Sie den Zustand des Vlieses und entfernen lose Stellen. Eine saubere Grundierung sorgt für eine gleichmäßige Deckkraft.
Welche Begriffe gehören zu Vliestapete?
Diese Begriffe helfen beim Kauf und bei der Verarbeitung von Vliestapeten.
- Vlies beschreibt das Fasergewebe, aus dem die Tapete besteht.
- Grundierung nennt die Vorbehandlung der Wand vor dem Kleben oder Streichen.
- Kleister bezeichnet das Bindemittel, mit dem die Tapete an der Wand haftet.
- Überstreichbarkeit meint die Möglichkeit, die Oberfläche mit Farbe zu decken.
- Musterrapport beschreibt die Wiederholung des Dessins über eine Bahn.
Häufige Fragen zu Vliestapete
Lässt sich eine Vliestapete rückstandslos entfernen?
Eine Vliestapete lässt sich meist trocken oder mit wenig Wasser vom Vlies lösen. Oft bleibt die Trägerschicht an der Wand haften. Eine Tapetenentfernung mit Dampfgerät oder Einweichmittel erleichtert die Arbeit.
Kann man eine Vliestapete mit Farbe streichen?
Eine Vliestapete lässt sich mit Dispersionsfarbe streichen, wenn die Herstellerangaben es erlauben. Verwenden Sie eine Farbe mit ausreichender Deckkraft. Dünne Schichten ergeben ein gleichmäßigeres Bild als eine dicke Schicht.
Die Angaben zu Überstreichen und Renovierung sind eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung. Der Rechtsstand zu Renovierungspflichten in Mietwohnungen hängt vom Mietvertrag und vom jeweiligen Urteil ab. Für eine konkrete Frage holen Sie rechtlichen Rat ein.
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Häufige Fragen
Lässt sich eine Vliestapete rückstandslos entfernen?
Eine Vliestapete lässt sich meist trocken oder mit wenig Wasser vom Vlies lösen. Oft bleibt die Trägerschicht an der Wand haften. Eine Tapetenentfernung mit Dampfgerät oder Einweichmittel erleichtert die Arbeit.
Kann man eine Vliestapete mit Farbe streichen?
Eine Vliestapete lässt sich mit Dispersionsfarbe streichen, wenn die Herstellerangaben es erlauben. Verwenden Sie eine Farbe mit ausreichender Deckkraft. Dünne Schichten ergeben ein gleichmäßigeres Bild als eine dicke Schicht.
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